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  • Mein FSJ - ein Erfahrungsbericht

    In der Zeit vom 01.09.2002 - 31.08.2003 absolvierte ich im Emmaus ein Freiwilliges Soziales Jahr, das von der Evangelischen Landeskirche getragen wurde.

    Nach umfangreicher Einführung und Anleitung auf dem Wohnbereich 1 gehörten die Pflege und die Betreuung der Bewohner sowie die Essenausgaben zu meinen täglichen Aufgaben.

    Nach der Pflege betreute und beschäftigte ich unsere Bewohner. Gedächtnisspiele, wie z. B. Kreuzworträtsel aus unterschiedlichen Zeitschriften ließen viele überlegen, wie z. B. die Königin von Schweden oder wie doch gleich die Hauptstadt von Italien heißt.

    Viel Spaß bereitete mir und auch den Bewohnern eine Runde "Mensch ärgere dich nicht". Mal wurde in die falsche Richtung gezogen, dann flogen die Spielfiguren quer über das Feld, oder es wurde einmal zu viel gewürfelt. Beim Spielen hatten immer alle viel zu lachen.

    Während meines FSJ wurde mir die Vorbereitung der Geburtstage von Bewohnern selbständig übertragen, sofern dies von den Angehörigen gewünscht wurde. Ein besonderes Ereignis war die goldene Hochzeit eines Bewohnerehepaares, bei der ich mithalf, den Saal zu schmücken.

    In der Sommerzeit haben wir im Aufenthaltsraum einen großen Baum aus Pappe mit Wiese, Sonne, Himmel und Blumen gebastelt. Auch die Papphäuser mit Fotos, die im Flur der 1. Etage an den Wänden hängen, wurden zusammen mit bastelfreudigen Bewohnern angefertigt.


    Für kurze Zeit war ich auch in der Küche beschäftigt, in der ich viel Spaß hatte. Spülen – putzen – Tische decken – Mittagessen kochen – und das bei immer guter Stimmung.

    Jedem, der in diesen Bereich "reinschnuppern" oder Erfahrungen sammeln möchte, würde ich ein FSJ im Emmaus empfehlen. Das FSJ hat mich in meinem Entschluss bestärkt, einen Beruf im sozialen Bereich zu erlernen.

    Selina Erlewein